Das Weinjahr 2013

Sehr Feucht und nicht Fröhlich

Das Weinjahr 2013 startete für uns normal. Der Rebschnitt war gemacht und das Frühjahr konnte kommen. Wir warteten. Doch der Winter wollte sich einfach nicht verabschieden. Somit wurde der Austrieb weit nach hinten verschoben. Doch irgendwann ist auch mal der längste Winter vorbei und alles begann zum Leben zu erwachen.

Im Frühsommer setzte der Regen ein und das genau zur Blüte. Tagelang regnete es. Die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch. Es war ideales Pilzwetter. Doch egal wie man spritzte, die Peronospora (Falscher Mehltau) war in den Blüten und damit der Ausfall vorhersehbar. Auf unseren Terrassen waren mindestens 80 % der Rebstöcke ohne eine Traube. Die Steillagenfläche sah da viel besser aus. Hier war wahrscheinlich eine normale Ernte möglich.

Wir wollen aber überhaupt nicht jammern. Für uns ist das nur ein Hobby. Viele hat es in diesem Jahr durch das Hochwasser wieder sehr getroffen und das nun schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre.

Der Spätsommer und der Herbst konnten trotz des optimalen Wetters leider nicht viel gut machen. Das was am Rebstock hing faulte wenigstens nicht weg, denn durch den langen Winter verschob sich auch die Ernte nach hinten und feuchtes Wetter kann viel kaputt machen. Es waren ca. 3 Wochen zu den vergangenen Jahren. Wir haben Riesling und dieser reift sehr spät. Dadurch konnten wir erst am 25.10. ernten. In manchen Jahren lag da auch schon mal Schnee und das ist auch nicht gut für die Qualität. Die vorhandenen Öchsle werden durch die verstärkte Wasseraufnahme der Rebe stark nach unten gedrückt. Zum Glück stimmte wenigstens die Qualität. Wir hatten unseren Riesling mit ca. 90 Grad Öchsle ins Fass gebracht.

So hoffen wir, dass es doch ein guter Jahrgang wird. Das liegt aber nicht in unseren Händen. Unser Winzer Friedrich Aust und seine Kellermeisterin werden schon etwas Gutes daraus machen. Wie auch in den letzten Jahren. Wir freuen uns schon auf die Fassprobe. Das ist für uns der Höhepunkt bevor der Wein der Flasche kommt.

Ach so, wir haben noch 2012er Riesling im Keller liegen. Der wartet darauf von Ihnen verkostet zu werden.

Die Winzerfamilien Hendrich & Klitzsch – 08.11.2013